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Lehransatz

Wie wir in Trier mit Atem, Stimme und Körperhaltung arbeiten und wie Sie zwischen den Sitzungen eigenständig weiterüben.

Unsere Methode

Drei Disziplinen, ein ruhiger Auftritt vor Publikum

starfex.org arbeitet in Trier mit Menschen, die vor Publikum sprechen. Wir verbinden Körperausrichtung, Atem- und Resonanzarbeit sowie Methoden aus dem Theater. Jede Sitzung beginnt bei Ihrem tatsächlichen Vortrag, nicht bei einer allgemeinen Übung.

Zuerst der Körper, dann die Stimme

Eine tragfähige Stimme braucht einen Körper, der ihr Raum lässt. Deshalb beginnen wir mit Stand, Gewichtsverteilung und Haltung. Sie lernen, Spannung zu erkennen, die Sie vom Atmen abhält, und sie gezielt zu lösen. Matthias Brandt passt dafür somatische Methoden an die Situation auf der Bühne an. Das Ziel ist ein Auftritt, der Sicherheit ausstrahlt, ohne dass Sie eine Haltung einnehmen müssen.

Atem und Resonanz als Fundament

Aus dem Atem entsteht die Stimme. In den Einheiten von Katharina Lenz üben Sie, die Atmung tief und gleichmäßig zu führen, damit Ihre Stimme ohne Druck bis in die letzte Reihe trägt. Wir arbeiten mit Resonanzräumen, Lautstärke und Sprechtempo. Sie hören, was sich verändert, und spüren, wie sich Anstrengung in Klang verwandelt. Das braucht Wiederholung, und die planen wir bewusst ein.

Methoden aus der Schauspielpraxis

Pausen, Blick und Bewegung entscheiden darüber, ob ein Gedanke ankommt. Sabine Hoffmann überträgt Techniken aus Schauspiel und Regie auf Vorträge und Keynotes. Sie üben, einen Satz stehen zu lassen, den Raum mit dem Blick einzubeziehen und Bewegung sparsam einzusetzen. Dabei geht es nicht um Darstellung, sondern um Klarheit: Ihr Publikum soll Ihnen folgen können, ohne dass Sie lauter oder schneller werden.

Arbeit am eigenen Material

Wir üben nicht an fremden Texten, wenn Ihr eigener Vortrag ansteht. In Einzelcoachings bringen Sie Ihr Manuskript oder Ihre Folien mit und arbeiten daran, wie Sie es sprechen. Gewohnheiten, die Ihnen selbst kaum auffallen, machen wir hörbar und sichtbar, zum Beispiel durch Videofeedback in den Intensivtagen. Sie gehen mit konkreten, überschaubaren Aufgaben nach Hause, nicht mit einer langen Liste.

Grundsätze

Was unsere Arbeit im Studio bestimmt

Wer vor Publikum spricht, zeigt sich verletzlich. Deshalb achten wir darauf, wie wir arbeiten, bevor wir festlegen, woran wir arbeiten. Die folgenden Grundsätze prägen jede Sitzung, vom ersten Gespräch bis zum persönlichen Übungsplan.

  1. Ruhe

    Ruhe bedeutet bei uns, dass Sie nichts beweisen müssen. Sitzungen laufen ohne Hast, mit Zeit für Atem, Pausen und Nachspüren. Wir geben Ihnen jeweils nur so viel mit, wie Sie bis zum nächsten Termin wirklich üben können. Diese Gelassenheit überträgt sich auf Ihren Auftritt: Sie sprechen langsamer, hören sich zu und lassen Ihren Worten Raum.

  2. Präzision

    Präzision zeigt sich im Detail: in der Stellung der Füße, im Moment des Einatmens, in der Länge einer Pause. Wir korrigieren wenige Dinge, diese aber genau, und erklären, warum sie wirken. So wissen Sie nach jeder Einheit, was Sie verändert haben und woran Sie es merken. Unscharfe Ratschläge gibt es bei uns nicht.

  3. Diskretion

    Diskretion gehört zum Format unseres Studios. Einzelcoachings und die kleine, geschlossene Masterclass finden in einem geschützten Rahmen statt. Was Sie über Ihren Vortrag, Ihr Unternehmen oder Ihre Unsicherheiten erzählen, bleibt im Raum. Videoaufnahmen dienen allein Ihrer Arbeit und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Eigenständig üben

Was zwischen den Sitzungen geschieht

Die Zeit im Studio ist der kleinere Teil des Weges. Stimme und Körperhaltung verändern sich durch regelmäßiges, kurzes Üben im Alltag. Deshalb erhalten Sie am Ende einer Sitzung oder eines Intensivtags einen persönlichen Übungsplan, der zu Ihrem Terminkalender passt und nicht mehr als einen überschaubaren Zeitraum am Tag beansprucht.

Der Plan enthält wenige Übungen zu Atmung, Stand und Resonanz, die Sie ohne Anleitung ausführen können. Wir erklären, worauf Sie achten sollen und woran Sie merken, dass die Übung wirkt. Manche Aufgaben lassen sich beim Gehen oder vor einem Termin erledigen, andere brauchen einen ruhigen Raum und ein paar Minuten.

Besonders hilfreich ist es, den eigenen Vortrag laut zu sprechen und dabei aufzunehmen. Beim Zuhören fallen Tempo, Stimmlage und Füllwörter auf, die im Moment des Sprechens unbemerkt bleiben. Wir zeigen Ihnen, wonach Sie in einer Aufnahme suchen, und wie Sie aus dem Gehörten eine einzige, konkrete Änderung ableiten.

Rückmeldung bekommen Sie in der nächsten Sitzung. Dann sehen wir gemeinsam, was sich gefestigt hat und was noch Aufmerksamkeit braucht. Rückschritte sind normal, besonders vor wichtigen Auftritten, wenn Anspannung alte Gewohnheiten zurückbringt. Wir passen den Plan dann an, statt ihn zu verlängern.

Realistisch ist, dass Sie nach einigen Wochen regelmäßiger Praxis ruhiger atmen, sicherer stehen und Ihre Pausen bewusster setzen. Wie schnell das geht, hängt von Ihren Ausgangsgewohnheiten und Ihrer Übungszeit ab. Wir versprechen keine Wirkung bis zu einem bestimmten Datum, sondern begleiten Sie, bis Sie die Methoden selbst anwenden.

Ihr Übungsplan enthält

  • Zwei bis drei Atemübungen für den Alltag
  • Kurze Haltungs- und Standübungen vor dem Auftritt
  • Resonanzübungen für Stimme und Sprechtempo
  • Anleitung, den eigenen Vortrag aufzunehmen und anzuhören
  • Eine Aufgabe für die Pause und den Blickkontakt
  • Hinweise, woran Sie Fortschritte selbst erkennen

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